Konstruktivismus & Systeme (abgeschlossen)

Beobachter erster Ordnung beobachten w a s sie beobachten. Sie sehen alles. Alles was sie sehen. Beobachter zweiter Ordnung beobachten w i e beobachtet wird. Sie sehen auch, was die anderen nicht sehen. Deren "Blinden Fleck". Nur was sie selber nicht sehen, dass sehen sie nicht. Wie wird Realtität trotz des Wissens um Nicht-Wissen immer wieder neu stabil konstruiert? Wie kann man Realität beobachten? Und was heißt dies für das Denken?

Montag, Mai 22, 2006

Theorie muss Vergleichsmöglichkeiten eröffnen, dass tut sie, indem sie die Überkomplexität der Welt in eine niedrigere Komplexität überführt.

Ich versuche eine Umformulierung (IST statt MUSS)
Eine Theorie eröffnet Vergleichsmöglichkeiten, indem sie Komplexität reduziert.

Weiter kann man sagen, dass eine selbstreferentielle Theorie, die sich auch selbst zum eigenen Problem macht, sich immer nur als Resultat von Differenzierungen begreifen muss.

IST statt MUSSS:
Eine Theorie begreift sich als Resultat von Differenzierungen.

Dafür gewinnt sie dabei die Möglichkeit, den Anspruch so erheben, auf ihre Art und Weise (systemspezifisch) alles (soziale in der Soziologie) erklären zu können.

Die Theorie kann (Möglichkeit) alles erklären.


Ich habe ein wenig in den Beiträgen von v.Glasersfeld und v.Foerster in dem Buch "Einführung in den Konstruktivismus" gelesen und es erscheint mir ...

Ich habe "es" so und so gelesen. Das "es" IST das "so und so", weil meine Leseweise diese Verknüpfung produziert. "Der Leser bestimmt die Bedeutung" ist ein Standardtext in der konstruktivistischen Literatur. Die Frage ist, wie ich diesen Text lese.

Ich lese die Texte von E. von Glasersfeld und H. von Foerster "anders", was eben auf Kontigenz hindeutet, die wir durch unsere verschiedenen Leseweisen explizit machen.

Ich würde mich freuen, wenn ich Deinen Zettelkasten der Differenzierungen lesen könnte. Auch auszugsweise in diesem Blog. Wobei ich Zettel meine, die in einem Kasten sind, und nicht einfach alles, was Du irgendwo schreibst. Denn ich finde die Idee des Zettelkasten auch Spitze.
Es wäre wunderbar, wenn Du (vielleicht??) anfangen würdest.
Dann könnten wir unsere Einträge vergleichen (vielleicht sogar ohne eine Theorie zu bemühen, die das Vergleichen möglich machen muss).