An welcher Stelle siehst du das Konsistenzproblem? Eigentlich würde ich nämlich sagen, beide sind insofern gleich, als sie jeweils ein Teil einer Was-Unterscheidung sind (als bezeichnete Teile) und gleichzeitig auch vom System in dessen Wie-Unterscheidung konstruiert: als AAT Eifelturm (mit Anschlussoperationen) oder als N-AAT Parkplatz mit vorläufigem Anschlusstop.
wo wir auch schon beim nächsten Problem wären...
Vielleicht argumentierst Du innerhalb der funktionalen Systemtheorie (Luhmann-Schule), für die nur Kommunikationen beobachtenswert erscheinen?
ich muss gestehen, dass das was ich mir als Konstruktivismus konstruiere beinah ausschließlich auf die Luhmannschule zurückgeht (+dass, was irgendwo sonst noch so nebenbei aufgeschnappt wird und dass, was das eigene Gehirn dann daraus zusammenzimmert).
Ich frage mich - und dich ;-)-, was außer Kommunikation denn noch eine Rolle spielen könnte in einer Kommunikation?
Ist Konstruktivismus für Dich eigentlich eine Erkenntnistheorie oder eine reine Konstruktionstheorie?
Dann wäre meine Frage, was Konstruktivismus hier heißen könnte.
Für mich würde nämlich das eine das andere implizieren. Wenn alles konstruiert ist, wie muss ich kann ich dann Erkenntnis erkennen? Und dann benutzt man eine/die Konstruktionstheorie um das Erkenntnisproblem zu operationalisieren. Und schon steckt man in einem Henne-Ei-Dilemma.
Mit Konstruktivismus arbeiten, bedeutet für mich (im Moment), nach Differenzen zu fragen, die in Unterscheidungen liegen, die wir erkennen. Insofern würde ich auch deine Frage nach dem Sprachgebrauch verstehen. "Was ist eigentlich der Unterschied von etwas? - Warum benutzen wir verschiedene Worte? - Welche Unterscheidungen stecken in den Worten/Symbolen, die als Einheit erscheinen?"
Der Berg ist für mich so wirklich wie das Katasteramt
...aber gerade an einer solchen Behörde lässt sich doch sehr schön sehen, wie sehr diese Realität sozial konstruiert ist. Eine Behörde ist ja nicht 1*hässliches Gebäude + 1000Blatt Papier + 10Menschen mit Papieren in der Tasche, auf denen "verbeamtet" steht, sondern da wird über Kommunikation eine bestimmte Realität hergestellt.
Und das es einen Berg gibt ist für mich Realität, aber DEN Berg da draußen, den gibt es doch nicht, auch nicht DAS Matterhorn, sondern jeder hat seinen eigenen Vorstellungen davon und eine Fledermaus wahrscheinlich noch mal ganz andere. Also was meinst du damit "es gibt ihn wirklich" ? (das man nicht durchlaufen kann? etc.)
Dein Professor, der ein Buch schreibt, gibt doch noch nicht viel Neues her, oder?
Meint nur, dass wenn wir etwas beobachten, die soziale Komponente (gerade bei TEXT) die bedeutendere ist. Wenn nicht sowieso auch schon die physische Komponente sozial vermittelt ist...
Vielleicht schreibst Du mal ein paar Worte über Konstruktion
Ich beobachte das Matterhorn. Und beobachte gleichzeitig nicht Alles-andere. Dass ich aber das Matterhorn bezeichne und nicht irgendwas anderes, liegt daran wohl, dass ich bereits über Vorerfahrung die Unterscheidung Berge\Flaches Land aktiviere und ich tue das vielleicht, weil ich aus Trier komme und nach Sehenswürdigkeiten Ausschau halte. So konstruiere ich mir ein Matterhorn, eine Sehenswürdigkeit und einen Berg, wobei eine Beobachtung die andere stützt. Ich könnte aber nicht den Anfang des Beobachtungsnetzes bestimmen und ich weiß auch nicht, was genau von außen hereinspielt, was eindeutig von außen ist und nicht von mir so ausgeschnitten, ausgewählt... und ich sehe auch nicht, den blinden Fleck...

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