Konstruktivismus & Systeme (abgeschlossen)

Beobachter erster Ordnung beobachten w a s sie beobachten. Sie sehen alles. Alles was sie sehen. Beobachter zweiter Ordnung beobachten w i e beobachtet wird. Sie sehen auch, was die anderen nicht sehen. Deren "Blinden Fleck". Nur was sie selber nicht sehen, dass sehen sie nicht. Wie wird Realtität trotz des Wissens um Nicht-Wissen immer wieder neu stabil konstruiert? Wie kann man Realität beobachten? Und was heißt dies für das Denken?

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Ernährungssoziologe mit den Schwerpunkten: Ernährungskultur, Ernährungssoziologie, Ernährungsethnologie, Kulinarisches Kino, Agrarsoziologie, Agrarpolitik, Soziologie des Kulinarischen, Ernährungstrends, Ernährungsstile, Gesundheit & Gesundheitswahn, Medizin, Sebstvermessungstechniken, Self-Tracking, Kommunikation, Kultur, Konsum, Gastronomie // mehr Infos unter: http://www.APEK-CONSULT.de

Donnerstag, April 27, 2006

Die Unterscheidung [Konstrukt = Hirngespinst] vs. [Konstruktion = konstruktiver Mechanismus] finde ich okay. Ist für mich aber irgendwie „nur“ (klar, keine Frage, das ist natürlich schon eine Leistung!!) eine Definition.

>> Ich muss jetzt doch noch mal schnell das „Problem lösen“ ansprechen, weil das – so kommt es mir vor – immer der Ausgangspunkt ist (ohne Probleme würde ich mich auf die gebratenen Tauben, die herumfliegen, konzentrieren).
Die Soziologie löst das Problem, dass sie alles Soziale erklären soll. Sie löst es mit der Konstruktion von Theorien (white-colours) und dem analysieren von sozialen Phänomenen (blue-colours). Sie löst NICHT die beobachteten Phänomene, so wie der Maschinenbauer nicht die Schwerkraft auflöst, sondern ein Konstrukt in eine Welt voller Schwerkraft stellt. Nur sind manche Konstruktionen, die leicht im Alltag von jedermann zu bedienen sind, von Maschinenbauern sehr offensichtlich vom Absender „Maschinenbauer“, während solch einfache Konstruktionen aus der Soziologie dem „Feuilletonjournalismus“ oder „Schriftstellern“ zugeschrieben werden. Die Texte, die als physisches Kondensat bei der soziologischen Analyse rauskommen, sind dann Angebote in denen vertraute „Wie“ Phänomene, anders (vielleicht „besser“) verständlich werden und mit anderen „Wie“ – Möglichkeiten verglichen werden können.

Gemeinsam ist Soziologen wie Maschinenbauern auch, dass sie eigentlich nicht richtig perfekt arbeiten, sondern immer wieder sich herausstellt, dass manche Konstruktionen nur Konstrukte sind und oder im Laufe der Zeit zu solchen werden. So gesehen wäre der Eifelturm eine Konstruktion und der Turm(bau) von Babel ein Konstrukt.

(übrigens lese ich gerade zwei deiner Hypertext-Texte)